Bettagswanderung 2009

Es hat sich gelohnt. Zwar trauten nicht alle dem Wetter und zogen es vor im Sicheren zu Hause zu bleiben. Die es aber wagten, erlebten einen herrlichen Tag: trockenes Wetter mit vielen Sonnenstrahlen, eine erlebnisreiche und eindrückliche Wanderung mit dem anforderungsreichen Aufstieg zum Aussichtspunkt Hüttkopf mit herrlicher Rundsicht und dem unvergesslichen Abstieg durch das Sagraintobel nach Wald. Dazwischen fehlte natürlich auch die Geselligkeit nicht, die wir in der Blume Fischenthal, am Picknickplatz mit Feuerstelle, auf der Restaurantterrasse Scheidegg und im Restaurant Toggenburg in Wald geniessen konnten.

Die S-Bahn brachte uns 18 Wandersleute sicher durch das kurvige Tösstal nach Fischenthal zum Ausgangspunkt der diesjährigen Wanderung. Bei einem kurzen Kaffeehalt wurde über das Ziel der heutigen Tour orientiert. Ein Thema war auch das Wetter, aber dieses liess hoffen, schwarze Wolken waren nirgends auszumachen. Die Tour begann gleich mit einem kurzen steilen Aufstieg und im Nu waren die ersten hundert Höhenmeter geschafft. Der weitere Weg führte uns an abgelegenen Bauernhöfen vorbei, wo wir lediglich von den weidenden Kühen bestaunt wurden. Höher, weiter höher und noch höher führte der Wanderweg bis nach einer guten Stunde der Rastplatz erreicht und damit auch der schwierigste Teil des Tages hinter uns gebracht war.

Etwas Kopfzerbrechen machte uns das Gelingen des Lagerfeuers für das ersehnte Braten der Würste. Noch war das Holz feucht vom Regen vergangener Stunden, doch das stete Blasen war erfolgreich und das Feuer loderte nach einiger Zeit in hellen Flammen. Erfreuliches zeichnete sich auch am Himmel ab: Erste Sonnenstrahlen vertrieben die Wolken und die Aussicht wurde immer besser. Gerade rechtzeitig, um nach der Mittagsrast die angestrebte Spitze des Hüttkopfes zu erklimmen. Hier oben auf 1132 m bestaunten wir die weitere Umgebung, die uns teils aus früheren Wanderungen oder auch vom Tourenfahren her bekannt schien.

Der nächste Halt wurde auf Alp Scheidegg gemacht, wo die Terrasse zum Verweilen einlud. Bei Kaffee oder einem Glas Bier stärkten wir uns für den weiteren Tourverlauf. Von nun an ging’s bergab. Zuerst auf der Strasse, bevor wir in den Wanderweg abzweigten, der durchs Sagraintobel führt. Dem Bach entlang  wanderten wir nun Richtung Wald. Immer wieder überquerten wir kleine Stege und die angenehme Temperatur im Wald liess den letzten Teil der Wanderung zu einem Erlebnis werden. Wir waren begeistert, wie dieser Weg angelegt ist, seinesgleichen ist nur schwer zu finden.

Bei einem letzten Trunk vor der Abfahrt des Zuges wurde auch die heutige Route nur lobend beurteilt, was mich natürlich freute. Die wenigen steilen Aufstiege waren vergessen, der idyllische Schluss durch dieses Tobel wird unvergesslich bleiben.

Sepp Bollhalder